Vorhaben des Faches Geschichte im Schuljahr 2011/12
Sekundarstufe 1
Klasse 5 :
Exkursionen im Rahmen des fächerverbindenden Unterrichts
Thema : Gymnasium St. Augustin - Schule eine Quelle der Geschichte
Klasse 6 :
Exkursion zu einer mittelalterlichen Burg oder ins Kloster im Rahmen eines Exkursionstages der Klassen
Klasse 7 :
fakultatives Angebot (Seumehaus)
Klasse 8 :
Projekt zur Völkerschlacht im Rahmen der Exkursionstage der Klassen möglich oder der Besuch des Sächsischen Industriemuseums Chemnitz
Klasse 9 :
Exkursion zu einer Gedenkstätte für die Opfer des
Nationalsozialismus
gesellschaftswissenschaftliches Profil: Exkursion zur Gedenkstätte Mittelbau-Dora (3 Tage)
Klasse 10:
Exkursion - Zeitgeschichtliches Forum Leipzig,Museum in der "Runden Ecke" oder der Gedenkstätte des ehemaligen geschlossenen Jugendwerkhofes bzw. des DIZ Torgau
Sekundarstufe 2:
Exkursion / Projekt im Rahmen der Kursfahrt nach Berlin LK 11
Lk 11 und 12 Fächer verbindender Unterricht zum Thema
Gefangenschaft in Diktaturen im Vergleich zur Demokratie
heute am Bsp. des Haftortes Torgau (mit Exkursion in das
Dokumentations- und Informationszentrum und die JVA Torgau)- Gruppenarbeit jahrgangsstufenübergreifend
Vorhaben 2012
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Klassenstufen 10-12: 19.-23.10.2012
Gedenkstättenfahrt nach Oswiecim/Krakau (Besuch der Gedenkstätten Auschwitz I und II, Zeitzeugengespräch, jüdisches Zentrum Oswiecim, jüdisches Viertel Krakau, Stadtführung, Klezmermusik)- für interessierte Schüler!
Herzlichen Glückwunsch zur Verleihung des Sächsischen Landespreises für Heimatforschung 2010
Am 29.10.2010 wurde der Gruppe "Zeitzeugen zur friedlichen Revolution in und um Grimma" des Projekts "Geschichte taucht auf" bestehend aus
Pia Thiele, Oliver Born, Andreas Donner, Raphael Cygan, Paul Reiche und Julien Reimer der Sächsische Landespreis für Heimatforschung 2010 (Schülerpreis)vom Kultusminister Prof. Dr. Roland Wöller im Festsaal des Stadtmuseums Dresden verliehen.
Herzlichen Glückwunsch an die Gruppe und vielen Dank für die geleistete Arbeit!
Fahrt nach Auschwitz vom 1. Oktober bis 4. Oktober 2010
"The one who does not remember history is bound to live through it again." George Santayana
1.Oktober 2010
Am Morgen trafen wir uns um sieben Uhr in Grimma auf dem Nicolaiplatz, um die zwölfstündige Reise nach Oswiecim anzutreten. In Brandis stiegen noch weitere Schüler der neunten bis elften Klasse zu. Während der Fahrt schauten wir den Film „Jakob der Lügner“. Unterwegs legten wir mehrere Pausen ein, unter Anderem in Breslau, wo wir Zeit hatten die Stadt zu besichtigen. Nach zwei Stunden ging die Fahrt weiter zu unserem eigentlichen Ziel: das Augustiner Kloster Harmeze in der Nähe von Birkenau. Nach dem Bezug der Zimmer trafen wir uns zu einer kleinen Gesprächsrunde, um den Programmablauf der folgenden Tage zu besprechen und Erwartungshaltungen auszutauschen.
2.Oktober 2010
Am Vormittag hatten wir eine Führung durch das Stammlager Auschwitz, wir besichtigten die Blöcke der Gefangenen, in denen sich heute Ausstellungen befinden und die Gaskammern und Krematorien. Anschließend hatten wir noch Zeit selbstständig ein zweites Mal durch die Ausstellung zu gehen und uns in Ruhe umzuschauen. Da wir am Nachmittag ein Zeitzeugengespräch mit Edward Paczkowski hatten, richtete sich unsere Aufmerksamkeit besonders auf Block dreizehn über die Verschleppung und Vernichtung von Roma und Sinti.
Doch während des Zeitzeugengesprächs stellte sich heraus, dass Herr Paczkowski nur überlebt hatte, weil als politischer Gefangener in Auschwitz interniert war und nicht als Rom. Am Abend tauschten wir unsere Eindrücke des Tages aus. Weiterhin besichtigten wir die Ausstellung des Künstlers Marian Kolodziej, welcher als Häftling in Auschwitz gefangen war und mit seinen eindrucksvollen Bildern das erlebte Grauen verarbeitet hatte.
3.Oktober 2010
Die Führung durch Birkenau am Vormittag war der Schwerpunkt unseres dritten Tages. Danach hatten wir noch einmal die Möglichkeit das Stammlager zu besichtigen. Am Nachmittag erhielten wir einen Eindruck über das jüdische Leben in Oswiecim vor dem Holocaust durch die Besichtigung einer Synagoge im jüdischen Zentrum und eines alten jüdischen Friedhofs. Am Abend blieb wieder Zeit für Reflexionen.
4. Oktober 2010
Unser letzter Tag begann mit dem Verlassen des Klosters. Anschließend fuhren wir zu unserem letzten Ziel vor der Heimreise, der Stadt Krakau. Wir erhielten eine Führung durch die Altstadt mit dem Wawel, die Residenz ehemaliger polnischer Könige und das jüdische Viertel. Abends fand ein Konzert des Trios Jascha Liebermann mit Klezmer Musik im Restaurant Ariel statt. Anschließend fuhren wir nach Grimma und sahen uns als Abschluss den Film „Am Ende kommen Touristen“ an.
Schüler und Lehrer als Denkmalpfleger
Gegründet wurde das Pegasus Projekt von Mitgliedern des Europäischen Parlaments mit dem Namen "Fondation Pegasé" . An dieser Kulturstiftung sind zahlreiche EU-Länder beteiligt. Ziel des Projekts ist es, möglichst viele Schulen dafür zu begeistern ein Denkmal zu adoptieren. Die Schüler sollen lernen, Verantwortung für kulturelles Erbe zu übernehmen.
In Sachsen wurde das Projekt am 3. April 1995 vom Kultusminister Dr. Matthias Rößler ins Leben gerufen. Im selben Jahr hat das Johann-Gottfried Seume Gymnasium das Schloss Döben adoptiert und 2007 kam für das inzwischen fusionierte Gymnasium St.Augustin das Schulgebäude St. Augustin und 2009 das "alte Seminar" (Döringsches Freihaus) in Grimma dazu.
Steve Streubel, 2.10.2009
Das Pegasus Projekt am St. Augustin
Im Jahr 1995 begannen die Schüler und Lehrer des Johann-Gottfried-Seume Gymnasiums ihre Zusammenarbeit mit dem „Freundeskreis Dorf und Schloss Döben e.V.“ .Schüler der 5. Klasse begannen mit der Freilegung historischer Pflaster und waren auf der Suche nach historischen Funden. In den nächsten Jahren kamen Schüler der 11. Klasse des Geschichtsleistungskurses nach Döben, um die Arbeiten weiterzuführen. Jahr für Jahr wurde immer mehr Schutt, der bei der Sprengung von 1971 entstanden ist, von den Grundrissen frei gelegt. Langsam wurde der Grundriss des alten Schlosses wieder sichtbar. Im ersten Jahr wurden die Grundmauern der Schlossküche freigelegt. Dabei wurden weitere viele Einzelstücke wie zum Beispiel Scherben, Kacheln und Gefäße gefunden. Doch nicht nur die Historie lockte die Schüler nach Döben, sondern auch die besondere Atmosphäre dieser Art von Geschichtsunterricht. So wird Geschichte lebendig.
Daniel Friedemann, 2.Oktober 2009
Das Projekt unserer Schule wurde 2010 beendet.
Das „Alte Seminar“ zu Grimma
Die 1838 von August Köhler gegründete Lehrerbildungsstätte repräsentierte ein sachsenweit anerkanntes Seminar, in dem bis 1921 insgesamt 2.583 Lehrer ausgebildet wurden.
Vor der Einweihung im 19. Jahrhundert unterstand es dem Grundstück des Grimmaer Schlosses, bis Dr. David Döring im Jahr 1618 zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges das „Döringsche Freihaus“ erbaute, das keiner Steuerzahlungen verpflichtet war.
In der späteren Zeit fungierte das Gebäude als Kattunfabrik und Bleicherei, sowie als provisorische Penne, während des Neubaus der Grimmaer Fürstenschule.
Im späteren Verlauf des 19. Jahrhunderts verlor das Gebäude durch den parallelen Bau eines neuen Seminars am Schwanenteich an Bedeutung, sodass es folglich als „Parallelseminar“ diente, bis es 1912 geschlossen und nach Bischofswerda verlegt wurde.
Chris Rückert & Tom Florenz, 2.10.09
Facharbeiten
Auch in diesem Schuljahr schreiben die Schüler der 10.Klassen Facharbeiten.In den letzten Jahren entstanden zahlreiche Arbeiten zu geschichtlichen Themen.
In den Seminaren zum Stiftungsfest werden einige sehr gute Arbeiten vorgestellt.
Also neue Ideen sind gefragt!